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Konzept & Leitbild

Konzeption

In unserer Arbeit orientieren wir uns an dem Leitbild, den Zielen und den konzeptionellen Grundsätzen des Situationsansatzes. Im Einklang mit dem Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für die baden-württembergischen Kindergärten sollen vielfältige alters- und entwicklungsangemessene Angebote die frühkindliche Lernfreude fördern. Das zusätzliche Vermitteln von Spaß an der Bewegung rundet unser ganzheitliches Konzept ab.

Im Sinne einer positiven Persönlichkeitsentwicklung werden neben der geistigen und motorischen Entwicklung auch soziale, sprachliche und künstlerische Kompetenzen gefördert. Ziel ist eine für die weitere schulische und sportliche Entwicklung nachhaltige Frühförderung.

Im Folgenden werden die Angebote vom Haus der kleinen Füße in den einzelnen Bildungsfeldern des Orientierungsplans beschrieben:

Körper

Die Kinder entwickeln ein Gespür für ihren Körper und die Möglichkeit sich auszudrücken. Sie erweitern ihre grobmotorischen Fertigkeiten und Fähigkeiten und entwickeln ein Verständnis für die Gesunderhaltung ihres Körpers.

Sinne

Die Kinder entwickeln, schärfen und schulen ihre Sinne und nutzen sie, um sich die Welt ästhetisch anzueignen, sich in ihr zu orientieren und sie mit zu gestalten.

Sprache

Die Kinder erfahren die Sprache als Instrument, das ihnen dazu verhilft, die Welt zu entdecken und zu verstehen. Dabei erweitern und verbessern sie ihre nonverbalen und verbalen Ausdrucksfähigkeiten.

Denken

Die Kinder entfalten ihr Denken und erschließen sich durch Beobachtungen, Fragen und Experimente die Welt.

Gefühl und Mitgefühl

Die Kinder werden sich ihrer eigenen Emotionen bewusst, lernen mit ihnen angemessen umzugehen und sich Einfühlungsvermögen und Mitgefühl anzueignen.

Sinn und Werte

Die Kinder erleben und kommunizieren Sinn– und Werteorientierungen und beginnen sich ihrer eigenen weltanschaulichen Identität bewusst zu werden.

Ziele

Gemeinsam mit Eltern und pädagogischen Fachkräften und unter Berücksichtigung der Grundlagen für Bildung und Erziehung für den baden-württembergischen Orientierungsplan sowie des Situationsansatzes wurden die Ziele unseres Hauses entwickelt. Sie dienen uns als Orientierung und Leitfaden für unser Zusammenleben.

Ziele unserer pädagogischen Arbeit sind:

-Wir wollen den Kindern ein Umfeld bieten, in dem sie liebevoll betreut werden und sich wohlfühlen.

-Wir geben den Kindern die Möglichkeit, Schritt für Schritt in eine Kindergruppe hineinzuwachsen. Dabei ist es uns wichtig, jedem Kind seine Individualität zuzugestehen.

-Wir bieten den Kindern eine entwicklungsfördernde Umgebung, in der sie ihre individuellen Möglichkeiten und Fähigkeiten entdecken und weiterentwickeln.

-Wir unterstützen die Kinder darin, selbständig zu denken und zu handeln, aber auch miteinander und voneinander zu lernen.

-Wir fördern die Kinder in ihren sozialen Kompetenzen (z.B. soziale Wahrnehmung, Einfühlung in andere Kinder, nicht-aggressives Problemlösen).

-Durch ein vielfältiges und regelmäßiges Bewegungsangebot werden die physischen und psychischen Entwicklungsvorgänge der Kinder gefördert.

-Wir bieten den Kindern ein anregungsreiches Umfeld und erschließen mit ihnen auch Lernorte außerhalb der Kindertagesstätte.

-Uns ist die Zufriedenheit aller Beteiligten wichtig. Diese wird durch eine offene, ehrliche und kommunikative Zusammenarbeit erreicht und trägt zudem zu einer positiven Atmosphäre in unserem Haus bei.

Tagesablauf

Der Tagesablauf in den Krippen- und altersgemischten Gruppen ist klar strukturiert, um den Kindern Sicherheit, Geborgenheit und Orientierung durch sich ständig wiederholende Beschäftigungen und Abläufe zu geben. Der Bedarf nach Nahrung, Bewegung, Anregung sowie Ruhe und Entspannung ist uns ebenso wichtig, wie das Freispiel, in dem die Kinder mit ihrem Forscher- und Entdeckerdrang die Einrichtung und das Außengelände erkunden. Der Tagesablauf gilt mit individuellen Abweichungen für alle Gruppen:

7.30-8.45 Uhr

Bringzeit. Die Kinder werden in die jeweiligen „Morgengruppen“ (jeweils 2-3 Gruppen treffen sich in einer Gruppe) gebracht und von den Erziehern begrüßt und in Empfang genommen. Hier bietet sich selbstverständlich etwas Zeit, um sich kurz mit den Eltern auszutauschen.

Von 8.45-9.00 Uhr sind die Gruppen geschlossen, damit der morgendliche Stuhlkreis – ein sehr wichtiges Ritual für die Kinder - ungestört stattfinden kann! D.h. in dieser Zeit können die Kinder nicht in der Gruppe abgegeben werden. Eltern, die nach 8.45 Uhr in die Einrichtung kommen, sind gehalten, bis 9 Uhr mit Ihrem Kind im Foyer zu warten.

Ab 8.45-9.00 Uhr

Jetzt findet in den Gruppen der morgendliche Stuhlkreis statt. Hier ist Zeit für Sprachförderung bei kommunikativen Gesprächen zwischen Kindern und Erzieher. Die Kinder kennen den Ablauf und freuen sich auf die täglich wiederkehrenden Rituale. Auch bietet sich die Zeit zum ersten Mal am Tag richtig wahrzunehmen, wer denn alles da ist. Mögliche Spielpartner werden auserkoren, man hat die Möglichkeit sich gegenseitig zu begrüßen und sein Gegenüber somit wertzuschätzen. Hier bietet sich auch Zeit für ein Stuhlkreisspiel, ein Lied oder ein Fingerspiel, ein Gedicht oder vieles mehr. Auch ist Zeit, um über den Ablauf des Tages zu sprechen und somit die Möglichkeit zu bekommen, Anregungen und Angebote wahrzunehmen.

Ab 9.00-9.30/9.45 Uhr

Frühstück der Kinder. Es besteht nicht nur die Möglichkeit sich für den Tag zu stärken, sondern auch Gespräche miteinander zu führen. Auch das Frühstück ist mit gewissen Ritualen verbunden. So gehen wir beispielsweise vor- und nachher Hände und Gesicht waschen, fangen nicht ohne einen gemeinsamen Tischspruch an und die Kinder haben größtenteils ihren festen Sitzplatz, den sie sich selbständig eindecken.

9.30-11.30 Uhr

Nun beginnt die "Selbstorganisierte Bildungszeit". Hier haben die Kinder Raum und vor allem Zeit selbst zu entscheiden mit wem, womit und wie lange sie spielen möchten. Das Spielen im Garten oder Spaziergänge in den Wald oder auf das Feld, das Turnen oder der Besuch im Wasserlabor sind neben weiteren Angeboten ebenso Bestandteil dieser Zeit.

11.30-12.30 Uhr

Mittagszeit. Nun helfen alle fleißigen Hände zusammen und räumen auf. Danach geht es Hände waschen um anschließend das Mittagessen zu genießen. Auch hier ist der Ablauf wie beim Frühstück.

12.30-14.30 Uhr

Jetzt ist Zeit um die Reserven wieder aufzuladen und eine Ruhephase dafür zu nutzen. Die jüngeren Kinder werden nach gewissen Ritualen in ihr Bettchen gelegt und die Größeren dürfen sich hauswirtschaftlich betätigen, wenn sie das möchten. Dazu gehört es, den Geschirrwagen zurück in die Küche zu fahren oder aber beim Ab- und Aufräumen des Gruppenraumes zu helfen. Anschließend genießen auch diese ihre wohlverdiente Ruhephase von ca. 30-45 Minuten, in denen ihnen die Möglichkeit geboten wird, eine Geschichte oder eine Entspannungs- CD zu hören. Nach dem Ausruhen gehen alle Kinder zum Zähne putzen und haben dann die Möglichkeit zu spielen, an angefangenen Angeboten weiterzumachen oder sie dürfen bei den Vorbereitungen des Snacks helfen.

Hier bitten wir darum, dass in dieser Zeit des Tages keine Abholzeit stattfindet, um die Ruhephase nicht zu stören. Ab 14.00 Uhr finden Angebote für die Schulanfänger statt, ebenso wie gezielte Angebote der Ballschule (Projekt seit 2012 und ständige Fortbildungen der Erzieher bzw. schon viele zertifizierte Erzieher im Haus).

14.30-15.30 Uhr

Nun ist die Aufwachphase vieler Kinder mit anschließendem Snack. Bei schönem Wetter bietet sich auch die Möglichkeit, diesen im Garten oder auf der Terrasse einzunehmen. Auch hier wird wieder die Selbständigkeit und Sprache der Kinder gefördert, siehe Frühstück.

15.30-17.00 Uhr

Hier bietet sich zum Glück weitere selbstorganisierte Bildungszeit für die Kinder. Sie haben die Möglichkeit sich selbst zu organisieren - was für die Entwicklung der Kinder von großer Bedeutung ist. Sie wählen zwischen verschiedenen Spielmaterialien, suchen sich ihre Spielpartner selbst aus und stellen beispielsweise selbst Überlegungen an wo und wie lange sie was spielen möchten.

 

17.00-18.00 Uhr

 Die Kinder treffen sich entweder in den „Abendgruppen“ oder spielen gruppenübergreifend im Turnraum oder im Garten bis sie abgeholt werden.

 

Altersmischung

Gerade Einzelkinder erleben das Zusammensein mit anderen Kindern als eine Bereicherung, die ihnen zu Hause nie zukommen würde.

Damit wir den Bedürfnissen der Kleinsten gerecht werden, nehmen wir in altersgemischten Gruppen pro Gruppe nur ein bis zwei Kinder unter einem Jahr auf. In den Kleinkindgruppen nehmen wir max. zehn Kinder pro Gruppe auf. Wir stellen sicher, dass jedes Kind eine Erzieherin als feste Bezugsperson hat, die auch erste Ansprechpartnerin für dessen Eltern ist. Mit der erweiterten Altersmischung können wir unsere Arbeiten vertiefen und weiter entwickeln. Die Kinder aller Altersstufen lernen intensiver mit- und voneinander, erleben sich in verschiedenen Rollen und sammeln dadurch sowohl für ihre individuelle Entfaltung, als auch für die Entwicklung ihres Sozialverhaltens, wichtige Erfahrungen. Gerade die kleinen Kinder suchen den Kontakt zu den größeren Kindern und sind dadurch im Allgemeinen wissbegieriger und schneller selbständig. Die Großen geben gerne ihr Wissen weiter und dies macht sie nicht selten stolz und selbstbewusst.